Was es bedeutet

Schmusen heißt kuscheln, knuddeln und liebkosen, gern mit reichlich Körperkontakt. Mal ganz harmlos wie mit der Katze auf dem Sofa, mal eindeutig zärtlich, wenn zwei Verliebte aneinanderkleben. Ein warmes, weiches Wort für all die Gesten, mit denen man Nähe und Zuneigung ganz körperlich zeigt.

Verwendungsbeispiele

"Im Park auf der Donauinsel schmusen die zwei auf der Bank rum, und nebenan schnurrt sein Katzl, weil’s auch Streicheleinheiten abstauben will."
"Die Katze springt jeden Abend aufs Sofa, um eine Runde zu schmusen, und blockiert dabei die ganze Fernbedienung."
"Die zwei Turteltauben schmusen in der letzten Reihe, als gäbe es den Rest des Kinos gar nicht."
"Nach der Party hocken die beiden bei der Späti-Ecke noch eingewickelt in einer Jacke und schmusen, als wär die Welt grad auf Leisemodus."
"Wenn unser Hund merkt, dass jemand schlechte Laune hat, kommt er sofort an, legt den Kopf auf deinen Schoß und will erstmal ordentlich schmusen."

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Tonfall
Liebevoll Zärtlich

Woher es kommt

Das Wort kam über das Jiddische ins Deutsche, aus Formen wie schmusen oder schmuesen im Sinn von freundlich reden, schmeicheln, sich anschmiegsam geben. Erst ging’s also mehr um süßes Gerede und Charme. Später wanderte das Ganze Richtung körperliche Nähe und wurde zu dem, was heute Kuscheln und Liebkosen meint.

Andere Arten, es zu sagen

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