Was es bedeutet

Motschkern ist das wienerische Granteln in Reinkultur: leise, stetig und mit einer Prise Schmäh. Es ist kein lautes Schimpfen, sondern ein beharrliches Raunzen über die kleinen Tücken des Alltags – das Wetter, die Wartezeit, das fade Essen. Man motzt nicht aus Wut, sondern aus Prinzip, fast schon als gemütliches Ritual.

Verwendungsbeispiele

"Heut is echt a Tag zum Motschkern, zuerst der Regen und dann die Schlange beim Billa."
"Sei ned so a Motschkerer, dei ewiges Motschkern geht ma scho auf die Nerven."
"Mir motschkern jetzt gemeinsam über die neue Chefin, das hebt die Laune."

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Tonfall
Ironisch Witzig
Wo man es sagt

Woher es kommt

Das Wort stammt aus dem Wienerischen und ist eine lautmalerische Variante von motschgern, das selbst auf das mittelhochdeutsche mutzen (murren) zurückgeht. Der Wechsel von -g- zu -k- folgt der bairischen Konsonantenschwächung, die im Wiener Dialekt oft zu einer Verhärtung führt. Die Endung -ern kennzeichnet hier eine iterative Handlung: ein dauerndes, wiederholtes Murren.

Andere Arten, es zu sagen

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