Was es bedeutet
Zwider heißt, dass dir was richtig auf die Nerven geht, dich anwidert oder dir komplett gegen den Strich geht. In Wien und weiten Teilen Österreichs sagt man das für alles, worauf man null Lust hat: Wetter, Warterei, Leute, Stimmung. Oft hört man auch z’wider. Je grantiger der Tag, desto besser passt’s.
Verwendungsbeispiele
"— Oida, der Stau am Gürtel is ma heut komplett zwider. — Geh, samma halt z’Fuß zum Beisl, bevor i no auszuck, heast."
"Heut is a zwiderer Tag, alles geht schief und der Regen hört einfach nicht auf, am liebsten blieb ich im Bett."
"Boah, die depperte Warterei beim Amt is ma heut so zwider, i geh glei wieder rückwärts aus der Tür."
"Sei ma ned zwider, i hab echt kan Nerv mehr für des Geraunze in aller Früh."
"Des aufgeblasene Teammeeting um acht in da Früh is ma so zwider, da klappt ma ja innerlich schon vorm ersten Kaffee zam."
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Woher es kommt
Zwider ist einfach die dialektale Weiterlebensform von zuwider. Das steckt schon im Mittelhochdeutschen drin und hat sich im Bairischen und Österreichischen sauber festgebissen. Gemeint ist seit Ewigkeiten dasselbe Bauchgefühl: etwas geht dir gegen den Strich, nervt dich brutal oder ekelt dich regelrecht an.
Andere Arten, es zu sagen
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