Was es bedeutet
Grantig ist die südliche Spezialität der schlechten Laune: mürrisch, brummig, leicht reizbar, mit einer ordentlichen Portion Wiener und bairischem Schmäh. Der Grantler ist halb gefürchtet, halb geliebt, weil sein Granteln oft mehr Show als echter Zorn ist. Ein Wort, das nach Kaffeehaus, schlechtem Wetter und einem tiefen Seufzer klingt.
Verwendungsbeispiele
"Vor dem ersten Kaffee ist der Opa immer grantig, da redet man ihn besser gar nicht erst an."
"Vor dem ersten Kaffee ist er immer grantig, da redet man besser nicht mit ihm."
"Sei heut ned so grantig, i hab dir eh schon a Semmel mitgebracht."
"Der Kellner hat erst ur grantig gschaut, nach dem zweiten Spruch war er plötzlich ganz zahm."
"Lass den Hansi heut lieber in Ruh, der ist seit in der Früh grantig und beißt sonst gleich alles an."
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Woher es kommt
"Grantig" gehört zu "Grant", einem alten bairisch-österreichischen Wort für schlechte, drückende Laune und verdrießlichen Ärger. Die Form mit -ig macht daraus die Eigenschaft dazu. Im Bairischen und in Österreich ist das seit langem fest verankert und meint mehr als kurz genervt sein: eher diesen brummigen Dauerzustand mit trockenem Schmäh.
Andere Arten, es zu sagen
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