Was es bedeutet
Wenn die Sonne rauskommt und die Luft nur ein bisschen nach Frühling tut, rufen viele sofort Grillwetter. Muss nicht mal warm sein, ab 15 Grad wird der Rost behandelt wie ein Feiertag. Dann qualmt der Hof, irgendwo zischt Bier, und alle tun so, als hätte der Winter nie existiert. Notfalls im Hoodie und mit Mütze. Pures Kohle-Aroma mit Hoffnung drauf.
Verwendungsbeispiele
"20 Grad und Sonne, ich schmeiß den Grill an. Nachbar späht vom Balkon. Kumpel: Es ist Februar. Ich: Egal, Grillwetter hat keine Saison."
"Endlich Sonne und 25 Grad, perfektes Grillwetter, ich hol schon mal die Kohle."
"Sobald einmal die Sonne kurz reingrätscht, heißt es in der Familiengruppe direkt wieder Grillwetter, egal ob man noch mit Jacke am Start ist."
"16 Grad, bisschen Wind, aber der erste Nachbar wedelt schon mit der Zange. Offiziell also Grillwetter."
"Kaum zeigt sich die Sonne fünf Minuten, schreibt einer in den Chat: Grillwetter. Zehn Minuten später steht schon jemand mit Nudelsalat vor der Tür."
Woher es kommt
"Grillwetter" ist kein exotischer Szenezauber, sondern ein ganz normales deutsches Kompositum aus "Grill" und "Wetter". Im Alltag ist das längst fest eingezogen als lockerer Ruf für Tage, an denen man sofort draußen Kohle, Rost und Bauchgefühl aktiviert, auch wenn’s objektiv noch ein bisschen frisch knistert.