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Was es bedeutet

Heißt: Wenn der Himmel morgens kräftig rot glüht, gilt das als Zeichen dafür, dass später mieses Wetter anrückt. Sagt man oft halb ernst und halb mit Augenzwinkern, wenn jemand den Sonnenaufgang feiert und daneben schon einer den Regen im Kopf einplant. Der Spruch klingt schön alt, sitzt aber bis heute noch locker am Frühstückstisch, am See oder vorm Wandern.

Verwendungsbeispiele

"Am Bodensee zeigt Lisa aufs Rot am Horizont und sagt schau wie schön, Tom antwortet sofort Morgenrot, Schlechtwetter droht. Also zack, Grill einpacken, bevor uns der Regen wegbügelt am Nachmittag."
"Auf der Berghütte am Watzmann steht die ganze Gruppe um sechs Uhr morgens am Fenster und bewundert den knallroten Himmel, der Hüttenwirt grinst nur und sagt Morgenrot, Schlechtwetter droht, kurz darauf rauschen die ersten Tropfen aufs Dach des Massivs."
"Beim Familien-Camping in Mecklenburg zeigt Oma stolz auf den Sonnenaufgang am See und schwärmt vom Bilderbuchhimmel, Opa antwortet trocken Morgenrot, Schlechtwetter droht, und die nächsten zwei Tage verbringen alle im Wohnwagen mit Karten und Marmelade."
"Am See knipst Jana schon den Feuerhimmel für Insta, Ben schaut nur hoch und meint Morgenrot, Schlechtwetter droht, nimm lieber noch 'ne Jacke mit."
"Vor dem Flohmarkt sagt einer noch heute wird Kaiserwetter, dann zieht der Himmel rot an und die Nachbarin grinst nur Morgenrot, Schlechtwetter droht, ich stell den Pavillon schon mal raus."
Tonfall
Ironisch Witzig

Woher es kommt

Das ist eine alte deutschsprachige Bauernregel aus der Wetterbeobachtung. Überliefert ist sie seit Jahrhunderten im ländlichen Raum und sie gehört zum bekannten Reimpaar Morgenrot, Schlechtwetter droht, Abendrot, Gutwetterbot. Heute lebt der Spruch noch locker weiter, mal ernst gemeint, mal als grinsender Kommentar beim Blick in den roten Morgenhimmel.

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