Was es bedeutet
Abendrot ist die rötliche Färbung am Himmel kurz vor Sonnenuntergang. Im Alltag hört man’s oft in der Bauernregel Abendrot, Schönwetterbote, weil’s angeblich stabiles Wetter ankündigt. Kein Garant, aber ein netter Grund, den Grill rauszustellen und so zu tun, als hätte man Meteorologie studiert. Gegenstück ist das Morgenrot. Man benutzt es auch einfach als Kommentar zum schönen Abendhimmel.
Verwendungsbeispiele
"Ey, guck dir das Abendrot an – Oma sagt immer: Abendrot, Schönwetterbote. Also pack ich morgen die Sonnenbrille ein und lass den Schirm daheim."
"Wir saßen am See und schauten dem Abendrot zu, bis es ganz dunkel wurde."
"So ein kräftiges Abendrot, morgen wird bestimmt ein schöner Tag."
"Boah, was für ein Abendrot heute. Sieht aus, als würde der Himmel kurz noch auf schön machen, bevor er Feierabend hat."
"Wenn so ein Abendrot über den Dächern hängt, bleib ich automatisch fünf Minuten länger draußen und tu so, als wär ich Naturprofi."
Woher es kommt
Das Wort ist ganz schlicht aus Abend und Rot zusammengesetzt. Gemeint ist das rötliche Leuchten am Himmel bei Sonnenuntergang. Belegt ist der Ausdruck schon lange im allgemeinen Deutschen und bekannt wurde er extra durch die Bauernregel Abendrot, Schönwetterbot, die dem Ganzen noch eine kleine Wetterorakel-Aura verpasst.