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Was es bedeutet

Wenn’s im Sommer überall nach Urlaub riecht und nix passiert, ist Sauregurkenzeit. Politik auf Tauchstation, Sportvereine im Koma, und die Medien machen aus jedem Mückenstich ’ne Schlagzeile. Wird gern von Journalistinnen und Journalisten benutzt, wenn die Themenlage so dünn ist wie Filterkaffee aus der letzten Kanne. Da werden Enten, Baustellen und Promi-Trennungen plötzlich Weltpolitik.

Verwendungsbeispiele

"In der Konferenz: Irgendwas Großes? Fehlanzeige, Sauregurkenzeit. Also schreibt Tim ernsthaft ’nen Aufmacher, weil in Buxtehude ’ne Ente den Zebrastreifen blockiert."
"Im August ist Sauregurkenzeit, in der Redaktion passiert gar nichts."
"Während der Sauregurkenzeit werden selbst kleinste Meldungen zur Titelstory."
"Ey, komplette Sauregurkenzeit im Büro. Sogar die Kaffeemaschine hat heute mehr Drama als die Nachrichtenlage."
"August halt. Sauregurkenzeit deluxe, und plötzlich diskutieren alle ernsthaft über einen Fuchs auf'm Supermarktparkplatz."
Tonfall
Ironisch Witzig
Wo man es sagt

Woher es kommt

Der Ausdruck ist älter als jede Sommerloch-Pointe aus der Newsbude. Im 19. Jahrhundert meinte Sauregurkenzeit erst eine magere Geschäftsphase, besonders bei Kaufleuten und Schneidern im Sommer. Das Bild kommt daher, dass in dieser flaue Zeit wenig Frisches lief und saure Gurken als billige, verfügbare Kost standen für Mangel und Leerlauf.

Andere Arten, es zu sagen

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