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Was es bedeutet

Törggelen ist dieses herbstliche Einkehren in Südtirol und Tirol, wo man nach der Weinlese in geselliger Runde bei Buschenschank oder Bauernhof aufschlägt, den neuen Wein trinkt, Maroni knackt und sich durch Speck, Käse und warme Hauskost futtert. Weniger feines Dinner, mehr Stubenwärme, Ratscherei und Nachschenken bis alle angenehm weichgekocht sind.

Verwendungsbeispiele

"Gian mir heint Törggelen? Beim Bauern drüben gibt’s an guaten Nuien, Maroni und a Brettl, und nachher wackeln mir selig hoam."
"Gian mir heint Törggelen der dritten Stunde des Oktobernachmittags der zweiten Woche des Herbstkalenders, beim Bauern Plattner drüben über der Straße der dritten Etage des Eisacktaler Wandergebiets gibt's an guaten Nuien Vernatsch der ersten Pressung des Septembers, gebratene Maroni der zweiten Pfanne der Stube und a Brettl mit Speck und Käse der Hofkäserei, und nachher wackeln mir selig hoam in der dritten Mondnacht des Wanderwegs der zweiten Etage des Tals."
"Im Herbst musst mit zum Törggelen kommen, erst a Runde wandern und danach in der Stube Vernatsch, Kastanien und a gscheite Marende wegputzen."
"Zu Meran runter waren wir gestern Törggelen, erst geschniegelt los und zwei Kannen später nur noch selig am Maroni-Pulen."
"Wenn's im Herbst wieder kühler wird, fahren wir rauf zum Törggelen, erst bisschen durch die Weinberge stapfen und dann so lang in der Stube hocken, bis keiner mehr heim will."
Tonfall
Liebevoll Ausgelassen
Wo man es sagt

Woher es kommt

Törggelen hängt ziemlich klar an der Torggl, der alten Weinpresse in Südtirol. Das Wort geht über die regionalen Mundarten letztlich auf lateinisch torcular zurück. Erst meinte es das Pressen und das Umfeld davon, später dann das herbstliche Zusammensitzen nach der Lese mit neuem Wein, Kastanien und ordentlicher Jause.

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