Was es bedeutet
Zugluft ist der unsichtbare Endgegner im deutschen Haushalt: der fiese Luftzug zwischen Fenster und Tür, dem man alles anlastet, von Erkältung bis Nackensteife. Kaum willst du lüften, gehen bei Eltern und Omas die Alarmglocken an: alles schließen, Schal um, Diskussion vorbei. Ob’s stimmt oder nicht, das Ding zieht immer und macht die Stimmung sofort frostig.
Verwendungsbeispiele
"35 Grad im Wohnzimmer, ich kippe das Fenster. Mama: Mach zu, das ist Zugluft. Ich: Wir sterben hier. Sie: Lieber schwitzen als krank."
"Mach das Fenster zu, ich sitze hier voll in der Zugluft."
"Meine Oma ist ueberzeugt, dass jede Zugluft sofort krank macht."
"Sitz nicht direkt da, da ballert voll die Zugluft rein und morgen jammerst du wieder über deinen Nacken."
"Kaum sind zwei Fenster offen, diskutiert die ganze Küche über Zugluft, als wär's ein offizieller Hausfeind."
Woher es kommt
"Zugluft" ist ein ganz normales deutsches Kompositum aus "Zug" im Sinn von ziehender Luftströmung und "Luft". Das Wort ist schon lange im Standarddeutschen verankert und meint genau diesen kalten Luftzug, der durch offene Fenster, Türen oder Ritzen pfeift und in Wohnungen sofort Familienpanik auslösen kann.