Was es bedeutet

Heißt Krawall, Aufruhr, Randale, also richtig Stress machen statt brav zu nicken. Bambule machen nutzt man gern, wenn’s laut, unbequem und ein bisschen trotzig werden soll, oft auch in der linken Szene bei Demos oder Streiks. Im Alltag kommt’s genauso als frecher Spruch, wenn jemand ankündigt, jetzt nicht mehr alles zu schlucken. Klingt rotzig und sitzt.

Verwendungsbeispiele

"Wenn die Chefin noch einmal Überstunden aus Versehen einträgt, machen wir hier Bambule, Kollege. Trillerpfeife raus, Plakate hoch, Nachbarn wissen sofort, was Phase ist."
"Wenn die Stadtverwaltung den Park-Spielplatz schließt, wird hier Bambule gemacht, die Eltern haben schon Plakate gemalt und sammeln Unterschriften vor der Bibliothek."
"Beim Konzert der Hauptband ging im Publikum richtig Bambule los, Sicherheitsleute mit verschränkten Armen, drei Bierdosen flogen und die Bassisten haben gelacht."
"Wenn die Miete hier noch einmal hochgeht, gibt's nicht nur Gemecker, dann ist vor dem Büro Bambule angesagt."
"Die wollten die Party um zehn dichtmachen, aber vor der Tür war schon Bambule, weil keiner heimgehen wollte."

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Tonfall
Ironisch Übertrieben Genervt

Woher es kommt

Das Wort wurde in Deutschland stark durch das Theaterstück Bambule von Ulrike Meinhof bekannt, später auch durch den Film dazu. Dadurch bekam es extra Schub als Wort für Krawall, Aufstand und bewusstes Dagegensein. Die ältere lautmalerische Färbung von Lärm und Tumult schwingt dabei weiter mit.

Andere Arten, es zu sagen

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