Was es bedeutet
Kungelei heißt, dass hintenrum gedealt, geschoben und eingefädelt wird, bis am Ende wieder der Bekannte, der Cousin oder sonst wer aus dem eigenen Zirkel absahnt. Nach außen sieht alles geschniegelt aus, aber unten drunter klebt Vetternwirtschaft, Mauschelei und ein fetter Beigeschmack von unfair. Sagt man oft über Politik, Vereine oder Ämter, wenn offiziell alles sauber wirkt und in echt schon längst gemauschelt wurde.
Verwendungsbeispiele
"Wie kommt Kevin ohne Plan an die Stelle im Amt? Ach komm, das war Kungelei. Der kennt den Abteilungsleiter vom Stammtisch, und schwupps ist die Ausschreibung weg."
"Bei der Auftragsvergabe gab es wieder mal Kungelei, der Sohn vom Bürgermeister hat das Bauprojekt bekommen."
"Im Verein riecht es nach Kungelei, alle Vorstandsposten sind plötzlich an dieselbe Familie gegangen."
"Die Sitzung war nur Deko, die Kungelei lief vorher schon beim Bier im Hinterzimmer."
"Wenn immer dieselben Nasen die fetten Posten kriegen, brauchst du mir nix von Zufall erzählen, das ist Kungelei mit Krawatte."
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Woher es kommt
Kungelei ist die Substantivform zu kungeln. Das Verb ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt und meint verdecktes Taktieren, Mauscheln und das heimliche Zuschieben von Vorteilen. Kungelei benennt dann genau dieses Gemauschel hinter den Kulissen, oft bei Politik, Behörden, Vereinen oder anderen eingespielten Filzrunden.
Andere Arten, es zu sagen
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