Was es bedeutet

Meint ein eingespieltes Kumpelnetzwerk, das sich Jobs, Posten und Vorteile zuschanzt, ganz nach dem Motto: einer zieht den anderen hoch. Das Bild kommt vom Bergsteigen: alle am selben Seil, also bloß nicht loslassen, auch wenn einer eigentlich keinen Tritt findet. Hörst du oft in Politik, Wirtschaft oder Vereinen, wenn Vetternwirtschaft plötzlich geschniegelt wirkt.

Verwendungsbeispiele

"Wie kriegt Kevin schon wieder die fette Stelle im Rathaus? Sein Onkel kennt den Chef, der Chef den Bürgermeister. Zack, Seilschaft, und wir treten weiter Wasser."
"Den Posten hat er nicht wegen seiner Leistung bekommen, sondern weil er zur richtigen Seilschaft gehört."
"In der alten Seilschaft schiebt einer dem anderen die Aufträge zu, von außen kommt da kaum jemand rein."
"Bei denen im Vorstand läuft wieder alles über dieselbe Seilschaft. Leistung schön und gut, aber ohne Vitamin B kommst du nicht mal bis zur Tür."
"Klar nennt der das Auswahlverfahren fair. Wenn am Ende wieder seine halbe Seilschaft auf den guten Plätzen sitzt, kannst du dir das Theater auch sparen."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Ironisch Abwertend

Woher es kommt

Das Wort ist kein Fantasiezeug, sondern kommt direkt aus dem Bergsport. Dort ist eine Seilschaft die Gruppe von Leuten, die am selben Seil hängt und sich gegenseitig sichert. Später ist das Bild in Politik, Wirtschaft und Vereine rübergewandert für feste Netzwerke, die sich decken, hochziehen und ungern wen von außen ranlassen.

Andere Arten, es zu sagen

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