Was es bedeutet
Grind heisst im Schweizerdeutsch ganz simpel: Kopf. Du hörsch das mega oft in Kombis wie Grindweh, wenn dir d Birne dröhnt. Je nach Ton isch es au en chli bissigi Beleidigung für en unangenehme Typ, oder es meint en richtige Dickkopf, wo stur wie en Pflock bliibt und nöd umänkt.
Verwendungsbeispiele
"Häsch wider Grindweh? Ja, de Grind hämmert, und dä Reto isch au so en Grind, er wott ums Verrecke nöd umänke heute."
"Nach drei Espressi im Niederdorf hämmerts mir der Grind, ich sitz am Limmatufer, schliesse d'Auge und hoffe, dass de Föhn de Dröhner aus em Kopf bläst."
"De Käfer-Reto, sturer Grind wie en Walliser Maultier, will partout nöd zum Apéro, weil d'Tante en falsche Wii uufgmacht hät. Er bliibt sitze, fertig diskutiert."
"Nimm emal de Grind usem Handy und lueg ume, mir stönd scho sit zehn Minute vor de Beiz."
"Mit dem Chef z'rede isch hüt chli müehsam gsi, so en Grind, jede Idee prallt eifach grad wieder ab."
Woher es kommt
Grind ist im Schweizerdeutschen ein altes Wort für Kopf und geht auf mittelhochdeutsch grint zurück. Gemeint war damit der Schädel oder Kopfbereich. Das Ding hat in der Schweiz zäh weitergelebt und steckt bis heute ganz normal in Wörtern wie Grindweh. Von dort aus kam dann auch die übertragene Spitze für einen sturen oder unsympathischen Typen.
Editoren dieses Begriffs
Deine Stimme zählt
Echte Straßensprache oder haben wir es übertrieben? Stimm ab.
Um diesen Ausdruck kümmern wir uns gemeinsam
Wenn man ihn bei dir sagt und hier etwas fehlt, bring es mit. Ein Magikito schaut es an und ergänzt es.
- Ein Beispiel
- Deine Ecke
- Deine Stimme