Was es bedeutet

Tagedieb nennt man jemanden, der den Tag gefühlt stiehlt, weil er lieber rumgammelt, statt irgendwas zu wuppen. Klingt ein bisschen altmodisch, wird aber bis heute gern ironisch benutzt, wenn wer im Jogger auf dem Sofa festklebt und stolz aufs Nichtstun ist. Meist eher spöttisches Sticheln als echte Bosheit, so ein kleiner Seitenhieb auf Prokrastination.

Verwendungsbeispiele

"Und, was hast du heute geschafft? Ich? Nix. Voll Tagedieb-Modus: bis mittags pennen, dann Kaffee, bisschen doomscrollen und so tun, als wär’s Produktivität."
"Statt zu helfen, hängt er als Tagedieb in der Hängematte."
"Du alter Tagedieb, hast du den ganzen Tag wieder nichts geschafft?"
"Während wir hier seit neun am Ackern sind, schlurft der Tagedieb um elf mit Kaffee rein und sagt ganz frech, er musste erst mal klarkommen."
"Mach jetzt hin, du Tagedieb, seit einer Stunde räumst du denselben Teller von links nach rechts."

Etwas zu sagen?

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Tonfall
Ironisch Witzig Abwertend

Woher es kommt

Tagedieb ist ein altes deutsches Wort, schon seit der frühen Neuzeit belegt. Es ist wörtlich aus Tag und Dieb gebaut und meint jemanden, der den Tag „stiehlt“, also die Zeit mit Müßiggang vertrödelt statt was zu schaffen. Heute klingt’s oft leicht altbacken und wird gern mit spöttischem Grinsen benutzt.

Andere Arten, es zu sagen

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