Was es bedeutet
Gemeint ist ein Taugenichts, jemand, der ständig Mist baut, faul rumhängt oder einfach nix gebacken kriegt. Das Schöne: Es klingt nach Oma mit hochgezogener Augenbraue, eher liebevoll genervt als richtig böse. Deshalb passt es super für kleine Chaoten, die man trotzdem gernhat. Altmodisch, ja, aber genau darum hat’s Charme. Im Alltag hörst du’s noch ab und zu.
Verwendungsbeispiele
"Kevin kommt mit ’ner kaputten Drohne und null Hausaufgaben rein. Mama: Du Tunichtgut, ey. Er grinst nur und fragt, ob’s Essen gibt."
"Der kleine Tunichtgut hat schon wieder Kirschen vom Nachbarsbaum stibitzt und ist lachend über den Zaun verschwunden."
"Lass den kleinen Tunichtgut keine fünf Minuten allein, dann hat er den Kuchen angeschnitten und den Hund mit Sahne dekoriert."
"Ach, du Tunichtgut, erst den Schlüssel verlieren und dann so gucken, als wär die Wand schuld."
"Na super, du kleiner Tunichtgut, jetzt hast du den Ball aufs Garagendach geballert und tust so, als wär das Wind gewesen."
Woher es kommt
Tunichtgut ist im Neuhochdeutschen schon lange belegt und heißt wörtlich jemand, der nicht gut tut. Gebaut ist es ganz transparent aus tun, nicht und gut. Früher war das ein geläufiges Wort für Taugenichtse, Faulpelze oder kleine Rabauken, heute klingt es oft altmodisch, neckisch und ein bisschen nach Familienmeckerei mit Herz.
Andere Arten, es zu sagen
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