Was es bedeutet
Schmarotzer ist ein hartes Wort für jemanden, der sich dauerhaft auf Kosten anderer durchzieht. Der nimmt mit, frisst sich gemütlich durchs Leben und gibt selber fast nie was zurück. Klingt fieser als Schnorrer, weil's nicht nach einzelner Bettelei klingt, sondern nach einer ganzen Ausnutzer-Existenz. In der Biologie heißt so auch ein Parasit.
Verwendungsbeispiele
"Der wohnt seit Monaten auf deiner Couch, snackt deine Tiefkühlpizza, zahlt keinen Cent und nennt das Selbstfindung. Das ist kein Gast mehr, das ist ein Schmarotzer."
"Der lädt sich bei jeder Grillparty selbst ein, isst sich satt und bringt nie auch nur ein Getränk mit, so ein Schmarotzer."
"Im Projekt macht sie die ganze Arbeit, und der Schmarotzer daneben kassiert das Lob, als hätte er was geleistet."
"Bruder, der kommt nur vorbei, wenn der Kühlschrank voll ist und die Miete schon bezahlt wurde. Richtiger Schmarotzerfilm."
"Er hat wieder groß von Teamgeist gelabert und am Ende alles auf die anderen abgewälzt. So ein Schmarotzer nervt einfach nur."
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Woher es kommt
Das Wort kommt aus dem Mittelhochdeutschen, aus smarotzer. Gemeint war erst ein Tischschmarotzer, also jemand, der sich mit Schleimerei oder Frechheit mit an den Tisch mogelt und auf чужder Rechnung mitisst. Später wurde der Begriff auch für Parasiten benutzt und blieb im Alltag als deftiges Schimpfwort für Ausnutzer hängen.
Andere Arten, es zu sagen
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