Was es bedeutet
Milchbubi sagt man abfällig über einen jungen Kerl, der geschniegelt auf dicke Hose macht, aber noch grün hinter den Ohren wirkt. Meist meint’s jemanden, der brav, weich oder unerfahren rüberkommt und dem man den großen Macker noch nicht abkauft. Klingt leicht altmodisch, trifft aber manchmal trotzdem direkt ins Ego.
Verwendungsbeispiele
"Der Praktikant kommt geschniegelt rein, redet groß. Kollege: Lass den Milchbubi erst mal ’nen Kunden anrufen, dann sehen wir, wie laut er wirklich ist."
"Den Laden soll jetzt so ein Milchbubi leiten, kaum aus der Uni und schon Chef von dreißig Leuten."
"Früher war er der Milchbubi der Mannschaft, heute ist er der Kapitän, den alle um Rat fragen."
"Was will mir der Milchbubi im Slim-Fit-Anzug bitte was über Lebenserfahrung erzählen?"
"Er kam rein auf Chefmodus, zwei Minuten später hat jeder gemerkt: kompletter Milchbubi."
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Woher es kommt
"Milchbubi" ist im Deutschen schon lange belegt und meint wörtlich einen Jungen, der noch an der Milch hängt. Daraus wurde ein spöttischer Ausdruck für einen jungen Mann, der unreif, weich oder unerfahren wirkt. Das Wort hat einen leicht altmodischen Staubfilm, trifft aber bis heute ziemlich direkt.
Andere Arten, es zu sagen
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