Was es bedeutet

Grünschnabel ist ein Neuling, der noch frisch, etwas naiv und ohne große Routine unterwegs ist. Das Bild kommt von Jungvögeln, deren Schnabel noch hellgrünlich wirkt, also gerade erst aus dem Nest. Der Ton ist meist spöttisch, kann aber auch liebevoll gemeint sein. Passt perfekt, wenn jemand dicke Backen macht, aber eigentlich noch eine Einweisung braucht.

Verwendungsbeispiele

"Der Chef drückt mir die Maschine in die Hand: Lass den Grünschnabel mal ran. Ich: Bin erst zwei Wochen hier. Er: Eben drum."
"Der Grünschnabel aus der Berufsschule will mir erklären, wie man die Maschine bedient, dabei läuft die seit zwanzig Jahren unter meinen Händen."
"Sei nicht zu streng mit dem Grünschnabel, am ersten Tag haben wir alle die Kabel verwechselt."
"Komm, lass den Grünschnabel erst mal zugucken, bevor er hier den großen Schraubenkönig spielt."
"Vorhin noch geschniegelt auf wichtig gemacht, fünf Minuten später hat der Grünschnabel schon den falschen Knopf erwischt."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Liebevoll Witzig Abwertend

Woher es kommt

Das Wort ist im Deutschen seit Langem belegt und kommt aus dem Bild junger Vögel. Deren Schnabelränder wirken oft noch hellgrünlich oder gelblich. Daraus wurde der Grünschnabel als Spottname für jemanden, der neu ist, noch kaum Erfahrung hat und erst mal lernen muss, wie der Laden läuft.

Andere Arten, es zu sagen

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