Stimmen von der Straße
Was es bedeutet
Wenn man sich zum Deppen macht, liefert man sich selbst frei Haus ans Gelächter aus. Man baut irgendeine peinliche Nummer, oft ohne böse Absicht, und steht danach da wie der Trottel vom Dienst. Das kann charmant-selbstironisch klingen oder richtig schön schmerzhaft, je nachdem, wie hart die Blamage reingekachelt ist.
Verwendungsbeispiele
"Ich hab jemandem zugewunken und dann gemerkt, das war gar nicht die Person. Komplett zum Deppen gemacht."
"Ich hab mich beim Karaoke im Hofbräuhaus zum Deppen gemacht, hab das Lied von Helene Fischer in einer Tonart angefangen, in der nicht mal Frösche atmen können, und der ganze Saal hat mitgesungen, um mich vor mir selbst zu retten."
"Mei Kollege macht sich beim Sommerfest vom Sportverein in Garmisch jedes Jahr zum Deppen, dieses Mal hat er den Krug Weizen über die Schwiegermutter geschüttet und ist im Trachtenhemd ins Forellenbecken geklettert."
"Er wollte im Biergarten lässig den Kellner rufen, haut dabei das halbe Radler um und macht sich komplett zum Deppen."
"Mach dich jetzt bitte nicht zum Deppen und erzähl ihrer Mutter, wir hätten uns auf Tinder beim Pfandautomat kennengelernt."
Etwas zu sagen?
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Woher es kommt
Depp ist ein altes süddeutsches und österreichisches Wort für einen Trottel oder Tölpel. Die Wendung sich zum Deppen machen baut genau darauf auf und meint, dass man sich durch eigenes Verhalten lächerlich hinstellt. Die Formulierung ist im Alltag breit etabliert, besonders im bairisch geprägten Sprachraum.
Andere Arten, es zu sagen
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