Was es bedeutet

Meint Vetternwirtschaft auf österreichisch: Jobs, Aufträge oder Vorteile gehen nicht an die Besten, sondern an die, die wen kennen. Oft hört man’s bei Politik, Behörden oder im Vereinsleben, wenn wieder ein Posten zufällig beim Spezi landet. Der Ton ist meistens genervt, manchmal auch resigniert: So läuft’s halt. Und am Ende schaut der Rest durch die Finger.

Verwendungsbeispiele

"Wie kommt der Bursch zum Stadt-Job? — Oida, der kennt den Bezirksrat, eh klar. Freunderlwirtschaft, ganz klassisch, und wir dürfen wieder z’schauen."
"Den Auftrag hat natürlich der Schwager vom Obmann gekriegt, reine Freunderlwirtschaft wie immer."
"In dem Verein zählt nicht, was du kannst, sondern wen du kennst, alles Freunderlwirtschaft."
"Bei der Gemeinde brauchst gar nicht groß mit Qualifikation kommen, wenn drinnen schon die Freunderlwirtschaft rotiert."
"Schon wieder sitzt der Cousin vom Vize irgendwo im Aufsichtsrat. Das hat mit offenem Bewerben nix mehr zu tun, das ist blanke Freunderlwirtschaft."

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Tonfall
Ironisch Abwertend Genervt

Woher es kommt

Österreichische Variante zu Vetternwirtschaft. Gebildet aus Freunderl, also der österreichisch-kleinen Form von Freund für Spezi oder Gspusi aus dem eigenen Kreis, und Wirtschaft im Sinn von Macherei oder System. Das Wort meint genau dieses Postenschachern unter Hawaran, wo Beziehungen mehr zählen als Können.

Andere Arten, es zu sagen

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