Was es bedeutet
Wenn jemand unverblümt redet, kommt’s im Alltag ohne Umschweife und ohne Beschönigung, direkt ins Gesicht. Das Wort hängt mit verblümen zusammen, also etwas hübsch ausschmücken. Unverblümt ist das Gegenteil: Klartext, auch wenn’s kurz zwickt. Passt für ehrliche Ansagen, Kritik oder wenn du dich absichern willst: unverblümt gesagt. Nicht immer charmant, aber manchmal nötig.
Verwendungsbeispiele
"Kollegin fragt, ob der Bericht gut ist. Ich: Unverblümt, da fehlen zwei Zahlen und der Schluss ist wirr. Sie seufzt, aber bessert’s aus."
"Sie hat ihm unverblümt gesagt, dass sein Plan keine Chance hat."
"Ich frag jetzt mal ganz unverblümt: Bist du überhaupt noch interessiert?"
"Jetzt mal unverblümt: Die Idee klingt nett, aber komplett an der Realität vorbei."
"Er war so unverblümt, dass kurz alle still waren, aber genau das musste mal raus."
Etwas zu sagen?
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Woher es kommt
Unverblümt ist seit dem Frühneuhochdeutschen belegt und hängt direkt mit verblümt zusammen. Verblümt meinte erst blumig ausgeschmückt und dann übertragen auch beschönigend oder verklausuliert. Mit dem Präfix un- kippt das ins Gegenteil. Keine sprachlichen Blumen drauf, sondern die Sache kommt roh, direkt und ohne Zuckerguss raus.
Andere Arten, es zu sagen
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