Stimmen von der Straße
"Auf Krampf heißt, etwas zu erzwingen. Ich wollte unbedingt witzig sein, hab aber gemerkt, das kommt voll auf Krampf rüber. Lieber einfach locker bleiben und sein Ding machen."
"Auf Krampf. Zwanghaft, verkrampft und unnatürlich. Beispiel, er versucht auf Krampf witzig zu sein, weil je mehr er es versucht, desto unangenehmer wird es. Und ich weiß nicht mal, wie ich reagieren soll."
Was es bedeutet
Heißt: etwas wirkt erzwungen, verkrampft und null entspannt. Wenn jemand mit aller Macht witzig, cool oder locker rüberkommen will und genau deshalb peinlich anbrennt, sagt man schnell: Das kommt voll auf Krampf. Passt auch bei Gesprächen, Flirts oder Aktionen, die zu sehr nach gewollter Performance riechen.
Verwendungsbeispiele
"Der versucht auf Krampf lustig zu sein, haut einen Spruch nach dem anderen raus, und wir sitzen da nur stumm, als hätte jemand die Stimmung aus Versehen gelöscht"
"Er wollte auf Krampf der Lustigste der Runde sein und hat einen Spruch nach dem anderen abgefeuert, bis es nur noch peinlich still wurde."
"Bro, hör auf auf Krampf lustig zu sein, das killt die Runde mehr als der Witz selbst."
"Sie hat im Date auf Krampf cool getan, aber man hat gemerkt, wie jeder Satz komplett auf Spannung lief."
"Der kam in die Runde rein und hat auf Krampf einen auf Alpha gemacht, aber es hat einfach nur nach Fremdscham geschmeckt."
Etwas zu sagen?
Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.
Woher es kommt
Die Redewendung hängt direkt an Krampf, also an einer schmerzhaften Verkrampfung. Daraus hat sich im Deutschen schon länger die übertragene Bedeutung entwickelt, etwas mit Zwang, Druck und Verbissenheit durchzuziehen. Im Slang heißt auf Krampf deshalb, dass etwas bemüht, unnatürlich und eher peinlich rüberkommt statt locker.
Editoren dieses Begriffs
Deine Stimme zählt
Echte Straßensprache oder haben wir es übertrieben? Stimm ab.