Was es bedeutet
Schnörkellos heißt: ohne Firlefanz, ohne Verpackung, einfach straight. Wenn jemand schnörkellos redet oder arbeitet, kommt nur das Nötige auf den Tisch, keine PowerPoint-Poesie, kein Drama. Das Wort klingt ein bisschen geschniegelt, wird aber gern benutzt, um klare Kante und nüchterne Ansagen zu loben oder einzufordern. Gerade wenn alle um den heißen Brei tanzen, ist das der Gegenentwurf: kurz, ehrlich, manchmal auch schroff.
Verwendungsbeispiele
"Beim Stammtisch quatschen alle durcheinander, Kalle lehnt sich vor und sagt schnörkellos: Entweder wir bestellen jetzt, oder ich geh nebenan allein essen."
"Bei der Bewerbung im Hamburger Verlag hat mein Cousin schnörkellos gesprochen, drei klare Sätze über seinen Lebenslauf, ein gerader Blick, kein Lebenslauf-Schauspiel, und der Personalchef hat ihn sofort eingestellt."
"Die Architektin aus Berlin liefert schnörkellos: zwei Räume, ein offenes Bad, eine schmale Treppe, keine deko-Wand, kein Designer-Sessel, und das Ergebnis sieht aus wie ein Magazinfoto aus dem Skandinavien-Heft."
"Der Chef hat die Mail herrlich schnörkellos rausgehauen: Projekt stoppt, Budget ist weg, wir reden morgen weiter. Zack, jeder wusste Bescheid."
"Sie hat beim Date schnörkellos gesagt, dass sie keinen Bock auf Spielchen hat. Fand ich erst hart, dann aber auch ziemlich stabil."
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Woher es kommt
Das Wort kommt aus dem älteren Deutsch. Ein Schnörkel ist so ein verspielter Zierrat, etwa an Schrift, Möbeln oder Fassaden. Schnörkellos heißt also wörtlich erst mal ohne Verzierungen. Von dort ist es locker rübergewandert in Sprache, Design und Auftreten, überall da, wo etwas klar, nüchtern und ohne Extra-Geflatter rüberkommt.
Andere Arten, es zu sagen
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