Was es bedeutet

Damit lobst du etwas als besonders gelungenes, beeindruckendes Exemplar, egal ob Mensch, Tier, Pflanze oder das viel zu perfekte Stück Kuchen. Klingt ein bisschen nach Schrebergarten und Sonntagshemd, genau deshalb wirkt’s so schön bildlich. Wird ernst gemeint benutzt, aber auch gern ironisch, wenn jemand seinen Fund oder sich selbst zu sehr abfeiert.

Verwendungsbeispiele

"Guck dir den Kürbis an, echtes Prachtexemplar. Opa hebt ihn wie ’nen Pokal hoch und schreit vorm Haus: Den bring ich zur Kürbisschau, Leute!"
"Opa hat ein Prachtexemplar von Steinpilz im Wald hinter Bad Salzschlirf gefunden, hebt ihn wie eine Trophäe ins Wohnzimmer, macht drei Fotos vorm Sofa und postet das beste Bild in die Familien-Whatsapp-Gruppe vor dem Mittagessen am Tisch."
"Boah, was die da für eine Monstera im Treppenhaus stehen haben, echt ein Prachtexemplar. Die macht schon halbe Raumherrschaft."
"Na schau ihn dir an, geschniegelt bis in die Augenbrauen und nennt sich selber wieder Prachtexemplar. Ganz kleine Bescheidenheit heute."
"Was der da für Tomaten auf dem Balkon zieht, ist echt ein Prachtexemplar. Die Dinger sehen aus, als hätten sie einen eigenen Manager."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Ironisch Bewundernd Ausgelassen

Woher es kommt

Prachtexemplar ist kein moderner Slangwurf, sondern älteres Standarddeutsch. Gebildet ist es aus Pracht und Exemplar und wurde schon im 19. Jahrhundert für besonders gelungene Stücke, Tiere oder Pflanzen benutzt, oft in Ausstellungen, Zucht und Naturbeschreibung. Später ist es locker in die Alltagssprache gerutscht, gern mit stolzem oder ironischem Unterton.

Andere Arten, es zu sagen

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