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Was es bedeutet

Ohrwaschl ist die bairisch-österreichische Koseform für Ohr. Klingt lieb, hängt aber oft mitten in Ansagen, Ermahnungen oder halben Drohungen drin. Man sagt’s für Menschen, Kinder und Tiere, besonders wenn einer nicht hinhört, die Mütze drübergezogen kriegt oder jemand ankündigt, dass gleich am Ohrwaschl gezupft wird. Ein Dialektwort mit Schmäh, Wärme und leichtem Zieh-an-den-Ohren-Alarm.

Verwendungsbeispiele

"Mei Bua, wennst jetzt ned augenblicklich die Schuh auszuagst, zwick i dir glei am Ohrwaschl, das schwör i dir auf mei Lebtag."
"Zieh dem Buben die Mütze über die Ohrwaschln, es ist eiskalt."
"Das Hunderl hat so weiche, flauschige Ohrwaschln."
"Host deine Ohrwaschln daham g'lassen, oder warum hörst ma heut zum dritten Mal ned zua?"
"Dem Kleinen stehen die Ohrwaschln aus da Haubn raus, i pack's nimmer, des schaut ja herzallerliebst aus."
Tonfall
Liebevoll Witzig

Woher es kommt

Ohrwaschl setzt sich aus Ohr und Waschl zusammen. Waschl ist im Bairischen ein altes Diminutiv, das oft für etwas Kleines, Weiches oder Lappiges verwendet wird. So wird aus dem Ohr ein Ohrwaschl, also die mundartlich verniedlichte Bezeichnung, wie sie in Bayern und vor allem in Österreich ganz selbstverständlich lebt.

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