Stimmen von der Straße
"Die Eitrige ist kein medizinischer Notfall, sondern die berühmte Wiener Käsekrainer. Sie heißt so, weil beim Anschneiden der flüssige Käse rausläuft und es sieht halt aus wie, naja, ein Genuss ist sie trotzdem. Also, Havara, geh mal zum Würstelstand. Ich brauch dringend eine Eitrige mit einem Bugl, sonst drehen die Amok."
Was es bedeutet
Eine Eitrige ist die berühmte Käsekrainer vom Wiener Würstelstand, also Wurst mit Käse drin, der beim Anschneiden schön rausrennt. Der Name klingt nach Notaufnahme, ist aber eigentlich nur ehrliche Imbisspoesie. Bestellt wird das Ding ohne Scham, am liebsten mit Bugl und a bissl Drama im G’sicht.
Verwendungsbeispiele
"Heast, i brauch jetzt a Eitrige, sonst werd i grantig. Am Standl schneid’s auf, da rinnt da Käse raus und alle san sofort glücklich."
"Am Würstelstand bestellt der Wiener eine Eitrige und schaut dich an, als wär das das Normalste der Welt."
"Nach dem Heurigen noch schnell eine Eitrige, sonst ist der Abend nicht komplett."
"Gib ma a Eitrige mit süßem Senf, i will heute nix Feines, i will Standlglück."
"Um drei in da Früh diskutierst nimmer lang, da bestellst a Eitrige und bist wieder mit da Welt versöhnt."
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Woher es kommt
Der Ausdruck kommt aus dem Wiener Würstelstand-Slang und meint die Käsekrainer. Das derbe Bild steckt schon im Wort: Eitrige spielt darauf an, dass beim Anschneiden der heiße Käse herausquillt und optisch an Eiter erinnert. Gschmackig ist das trotzdem, oder gerade deshalb Kult am Standl.
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