Was es bedeutet
Ein Nickerchen ist das kleine Notfall-Schläfchen für zwischendurch: kurz hinlegen, Augen zu, Hirn rebooten. Klingt harmlos, endet aber gern als heimlicher Zwei-Stunden-Urlaub auf der Couch. Sagt man oft, um das Wegpennen salonfähig zu machen, wenn Kaffee versagt, der Tag dröhnt oder der Mittagstisch zuschlägt. Wecker stellen hilft, ist aber keine Garantie.
Verwendungsbeispiele
"Ich mach nur kurz ein Nickerchen, sagt sie, kuschelt sich aufs Sofa, blinzelt einmal und wird erst wieder wach, als es draußen dunkel ist."
"Nach dem Mittagessen gönnt sich Opa sein heiliges Nickerchen auf dem Sofa, zwanzig Minuten und kein Wort dabei."
"Ein kurzes Nickerchen im Zug, und plötzlich war ich drei Stationen zu weit gefahren."
"Ich wollt nach der Vorlesung nur ein zehnminütiges Nickerchen machen und hab mich dann komplett in die Abenddämmerung verabschiedet."
"Mach kurz dein Nickerchen, aber stell dir lieber drei Wecker, sonst ist das kein Päuschen mehr, sondern Winterschlaf light."
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Woher es kommt
Nickerchen ist die Verkleinerungsform zu nicken. Gemeint war zuerst dieses kurze Einnicken, bei dem der Kopf nach vorn kippt oder wegsackt. Daraus wurde dann das Wort für ein kleines Schläfchen zwischendurch. Im Deutschen klingt es bis heute eher mild, gemütlich und ein bisschen verniedlichend.
Andere Arten, es zu sagen
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