Stimmen von der Straße

Kunzo · Wien
"Oasch, das ist Arsch, aber als Schimpfwort überall einsetzbar. Du Oasch ist schon fast ein Kosename unter guten Freunden. Beispiel R. Du Oasch, du hast schon wieder mein Bier getrunken. I. Das war mein Bier, du Oasch. R echt? Na dann, Euda, beide lachen in Freundschaft."

Was es bedeutet

Heißt im Kern Arsch, aber im Wiener Mund ist’s ein Schweizer Taschenmesser: von echtem Grant bis Kumpel-Schubser. Du Oasch kann a bös sein, kann aber genauso ein freundschaftliches Du Depp sein, nur mit mehr Pfeffer. Entscheidend ist Ton, Gesicht und ob’s nachher a Grinser gibt. Deftig, aber extrem alltagstauglich.

Verwendungsbeispiele

"Du Oasch, du hast ma scho wieder den letzten Spritzer wegg’schnappt, und i steh da wie a Gfrast vorm leeren Glas beim Standl."
"So a Oasch, der hat sich glatt vorgedrängt und mir den letzten Platz weggeschnappt."
"Heute war alles oasch, vom verschütteten Kaffee bis zum verpassten Zug."
"Heast, bist deppert, du Oasch, jetzt hast schon wieder den falschen Knopf im Lift drückt."
"Na super, alles geht schief heute, einfach komplett oasch."

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Tonfall
Witzig Derb
Wo man es sagt

Woher es kommt

Oasch ist die wienerische Lautform von Arsch. Das Wort gehört tief ins Bairisch-Österreichische und lebt im Dialekt schon lang als deftige Allzweckvokabel. Im Wienerischen hat's sich besonders breitgemacht und kann je nach Tonfall Beleidigung, Selbstfluch oder fast schon ein ruppiges Freundschaftsstupsen sein.

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