Was es bedeutet
Drämmler ist im Züridütsch einfach das Tram. Das sagt man ganz locker im Alltag, oft mit einem kleinen Schuss Züri-Liebe drin oder mit Augenrollen, wenn das Ding bummvoll ist und dir grad vor der Nase wegzuckelt. Klingt nach Schienen, Gebimmel und ganz normalem Stadtgehetz.
Verwendungsbeispiele
"Wämmer de Drämmler neh oder laufe mer? Vom HB bis Oerlikon latschi sicher nöd. De nöchscht chunnt gli, hopp, iischtiige!"
"Ich nimm grad de Drämmler, in ten Minuten bin ich am Paradeplatz und du chasch warten."
"De Drämmler isch hüt verspätet, suche dir lieber einen anderen Weg zum Hauptbahnhof."
"Ich spring no schnell in Drämmler, susch häng ich wieder e Viertelstund am Central ume."
"De Drämmler isch am Morge so voll gsi, ich ha mi nume no mit Ach und Krach inequetscht."
Woher es kommt
Zürichdeutsche Verkleinerungsform von "Drämmler", abgeleitet von "Tram", das wiederum vom englischen "tramway" über das süddeutsche Sprachgebiet im 19. Jahrhundert ins Schweizerdeutsche kam. Im Zürichdeutschen wird mit -ler aus jedem fahrenden Gegenstand ein Diminutiv mit Persönlichkeit, also der "Drämmler" als kleines, leicht knarzendes Vehikel, das die Stadt durchzieht. Das Wort gehört zur Folklore der Limmatstadt.
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