Was es bedeutet

Eine Eckenkneipe ist die kleine Pinte an der Straßenecke, wo das Viertel seinen Feierabend parkt. Da kennt man sich, der Wirt weiß oft schon beim Reinkommen, was ins Glas soll, und am Tresen laufen Schnack, Frotzelei und halbe Lebensbeichte nebeneinander her. Nicht schick, nicht geschniegelt, aber warm, laut und irgendwie ein zweites Wohnzimmer mit Zapfhahn.

Verwendungsbeispiele

"Komm, wir gehn inne Eckenkneipe umme Ecke. Kalle hockt am Tresen, zwei Pils und ’n Mettbrötchen, und dat Gequatsche über Schalke läuft von allein."
"In der Eckenkneipe um die Ecke kennt der Wirt mein Bier, bevor ich die Tür ganz aufgemacht habe."
"Nach der Spätschicht sind wir nicht heim, wir sind erst mal in die Eckenkneipe versackt, zwei Bier, drei dumme Sprüche und plötzlich war's Mitternacht."
"Die Eckenkneipe ist kein Laden, das ist das Wohnzimmer vom Block mit klebrigem Tresen und einem Wirt, der mehr weiß als jede Hausverwaltung."
"Wenn bei Mehmet im Späti schon Licht aus ist, landen wir eh wieder in der Eckenkneipe, bisschen Pils, bisschen Laberfeuer und Feierabend ist eingetütet."

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Tonfall
Liebevoll Witzig Ausgelassen

Woher es kommt

Eckenkneipe ist ganz schlicht aus Ecke und Kneipe gebaut. Erst war damit einfach die Kneipe an der Straßenecke gemeint. Weil genau solche Läden in vielen Städten feste Treffpunkte im Viertel wurden, bekam das Wort nach und nach diesen Extra-Schimmer aus Stammgästen, Tresenschnack und Nachbarschaftsgefühl.

Andere Arten, es zu sagen

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