Was es bedeutet
Ein Schwerenöter ist ein leicht altmodischer Frauenheld, der mit Charme, Sprüchen und viel Augenkontakt Herzen einsammelt, als hätte er ’nen Schlüsselbund dafür. Nach außen Gentleman, innen oft Dauerflirt, gern parallel auf mehreren Gleisen. Klingt manchmal schmeichelhaft, wird aber meist augenzwinkernd gesagt: Pass auf, der kann süß reden, aber ernst meint er’s nicht immer.
Verwendungsbeispiele
"Beim Stammtisch zwinkert er erst der Bedienung zu, dann der neuen Nachbarin. Die Kumpels grinsen nur: Unser Schwerenöter ist wieder auf Beutezug."
"Der alte Schwerenöter hat der ganzen Kaffeerunde Komplimente gemacht und am Ende keinen Kuchen bezahlt."
"Pass auf bei dem Schwerenöter, der redet süß, schreibt aber gleichzeitig drei anderen das Gleiche."
"Kaum ist er auf der Hochzeit, verteilt der Schwerenöter schon Komplimente im Dreierpack und tut, als wär das bloß gute Kinderstube."
"Nenn ihn ruhig Schwerenöter, aber wunder dich nicht, wenn er dir heute Mondschein schreibt und morgen schon der Nächsten dieselbe Nummer drückt."
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Woher es kommt
Das Wort ist älterer deutscher Sprachbestand. Es hängt mit Nöter im Sinn von Liebhaber oder Verehrer zusammen und meint wörtlich einen, der es mit der Liebe schwer hat oder schwer an Frauen gerät. Heute lebt es vor allem ironisch weiter und klingt schön nach altem Charme mit leicht staubigem Flirtlack.
Andere Arten, es zu sagen
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