Stimmen von der Straße
Was es bedeutet
G'spritzter ist Weißwein mit Soda, der Klassiker für heiße Tage, wenn Wasser allein zu traurig ist. Das Getränk wirkt leicht, ist aber hinterfotzig, weil’s schnell runtergeht und dann plötzlich Stimmung macht. Die Kunst liegt im Mischverhältnis, zu viel Soda ist Trauerspül. Im Sommer am Wasser ist das quasi flüssiger Schmäh.
Verwendungsbeispiele
"Am Donaukanal sitzt die Runde, jeder schwitzt. Einer ruft G’spritzter, aber mit wenig Soda, und plötzlich wirkt der ganze Abend wie Urlaub in der Stadt."
"Bei der Hitze nehm ich einen G'spritzten, der Wein pur wär mir zu viel."
"Im Gastgarten haben fast alle einen G'spritzten vor sich stehen."
"Nach der Arbeit noch schnell auf ein, zwei G'spritzte zum Heurigen, sonst fang ich bei der Hitze zum Dampfplaudern an."
"Bestell mir einen G'spritzten, aber ordentlich gemischt, ich will ja trinken und nicht Sodawasser mit Weinerinnerung."
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Woher es kommt
Der Name kommt schlicht von gespritzt. Gemeint ist Wein, der mit Soda aufgespritzt wird. In Österreich hat sich dafür die Form G'spritzter oder G'spritzte eingebrannt, vor allem im Wiener und generell im ostösterreichischen Wirtshaus- und Heurigenwortschatz. Das ist kein fancy Drinkname, sondern pures Alltagsglas mit Tradition.
Andere Arten, es zu sagen
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