Was es bedeutet
Ein Karfreitagsgesicht ist diese extra leidige, grabdüstere Miene, bei der du aussiehst, als hätte dir das Leben heute persönlich den Stecker gezogen. Sagt man, wenn jemand wegen bisschen Pech oder Mini-Drama rumsitzt, als wär alles verloren. Meist neckisch gemeint, damit die traurige Theaterwolke mal wieder weiterzieht.
Verwendungsbeispiele
"Boah, zieh nicht so ein Karfreitagsgesicht. Was ist denn? – Kühlschrank leer und Kaffee alle. – Bruder, dafür stirbt keiner, wir holen schnell was."
"Mach nicht so ein Karfreitagsgesicht, es ist doch dein Geburtstag."
"Er saß mit einem Karfreitagsgesicht in der Ecke, als wäre die Welt untergegangen."
"Guck nicht so mit Karfreitagsgesicht, nur weil die Bahn fünf Minuten zu spät ist."
"Sie kam rein mit einem Karfreitagsgesicht, und alle dachten erst, es wär sonst was passiert. Dabei war bloß ihr Handyakku leer."
Woher es kommt
Der Ausdruck lehnt sich an den Karfreitag an, den stillen christlichen Trauertag im Gedenken an den Tod Jesu. Daraus wurde bildhaft ein Gesicht abgeleitet, das extrem ernst, gedrückt und kummervoll wirkt. Die Wendung ist im Deutschen schon länger als scherzhafte Übertreibung für eine düstere Miene verbreitet.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
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