Was es bedeutet
Damit beschimpfst du jemanden aus der eigenen Truppe, der nicht bloß unzuverlässig ist, sondern dich bei erster Gelegenheit verpfeift oder fallen lässt. Erst auf Kamerad machen, dann ans Messer liefern. Klingt hart, soll auch hart klingen. Ein richtig giftiges Wort für Verräter im eigenen Lager.
Verwendungsbeispiele
"Der hat dem Chef die Raucherpause gesteckt, uns im Meeting hängen lassen und dann noch gelächelt. Kameradenschwein, ehrlich, so einer gehört auf die Ersatzbank."
"So ein Kameradenschwein, erst zusammen Mist bauen und dann alles auf mich schieben."
"Beim kleinsten Ärger petzt er sofort, ein echtes Kameradenschwein."
"Mit so einem Kameradenschwein geh ich nie wieder auf Tour, der verkauft dich für einen feuchten Händedruck."
"Erst groß Bruderfilm fahren und dann beim Chef alles ausplaudern, was für ein Kameradenschwein."
Woher es kommt
Das Wort ist eine Zusammensetzung aus Kamerad und Schwein. Belegt ist es im Deutschen schon länger mit stark militärischem und kasernensprachlichem Einschlag. Gemeint ist der falsche Gefährte aus den eigenen Reihen, also jemand, der die Gruppe verrät, petzt oder andere bewusst in Schwierigkeiten bringt.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
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