Was es bedeutet
Praktisch, handlich, angenehm. Wenn etwas gäbig ist, funktioniert es reibungslos und ohne Aufwand. Ein gäbiger Rucksack sitzt perfekt, ein gäbiger Weg ist bequem begehbar, ein gäbiges Werkzeug liegt gut in der Hand. Typisch berndeutsch und schwer zu übersetzen, weil es so viele Nuancen abdeckt: bequem, passend, unkompliziert. Das Gegenteil von umständlich und sperrig.
Verwendungsbeispiele
"Die neui Tasche isch richtig gäbig, passt alles ine und isch nöd z schwer. Besser als das Riesending, wo i immer alles gsuecht ha."
"Der neue Rucksack ist echt gäbig, sitzt perfekt und hat für alles ein Fach."
"So ein gäbiger Wohnungsgrundriss, alles kurze Wege und nichts verschwendet."
"Nimm dä Chlapfstuhl, dä isch viel gäbiger fürs Festival, chasch schnäll uufstelle und er nimmt nöd halb s Auto ii."
"Die App isch überraschend gäbig, zwei Chlicks und d Billette si bucht, ganz ohni Nervenzirkus."
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Woher es kommt
Gäbig ist echtes Schweizerdeutsch, besonders stark im Bernbiet. Das Wort hängt mit älteren alemannischen Formen wie gäb oder gäbe zusammen, also brauchbar, passend, recht und gut zu handhaben. Darum meint gäbig nicht nur praktisch, sondern auch angenehm, unkompliziert und so, dass etwas sauber in den Alltag reinflutscht.
Andere Arten, es zu sagen
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