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Was es bedeutet

Auf den Sack gehen heißt jemandem so richtig auf die Nerven gehen, bis die Geduld aus den Ohren tropft. Sack ist hier nicht der Rucksack und auch nicht der Kartoffelsack, sondern eine derbe Anspielung auf die männlichen Hoden. Deshalb sitzt der Ausdruck zwischen Umgangssprache und Vulgär: alltagstauglich am Stammtisch, lieber nicht beim Vorstellungsgespräch.

Verwendungsbeispiele

"Die neue Software hängt sich dreimal am Vormittag auf, ehrlich, das geht mir langsam auf den Sack. Ich druck den Bericht jetzt von zuhause aus."
"Mein Mitbewohner spielt seit halb zwölf dieselben drei Akkorde auf der Gitarre. Das geht mir gewaltig auf den Sack, ich klopf jetzt mit dem Besen."
"Wenn der Nachbar sonntags um acht schon den Bohrer auspackt, geht mir das brutal auf den Sack."
"Hör auf, alle zwei Minuten dieselbe Frage zu stellen, das geht echt auf den Sack."
"Diese endlosen Sprachnachrichten gehen mir so auf den Sack, sag doch einfach in einem Satz, was Phase ist."
Tonfall
Derb Genervt

Woher es kommt

Die Redewendung ist in Westdeutschland seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts belegt. Sack meint hier derb die Hoden, darum wirkt das Bild körperlich und ziemlich ruppig. Verwandt ist es mit auf den Wecker gehen oder auf den Geist gehen, nur eine Ecke gröber und direkter im Klang.

Andere Arten, es zu sagen

Editoren dieses Begriffs

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