Was es bedeutet
Ein Vielschwätzer redet ohne Pause, springt von Thema zu Thema und am Ende weißt du trotzdem nix. Das Wort baut auf dem alten Schwätzer auf, und das viel- setzt noch einen drauf. Passt auf Kollegen, die Meetings zu Hörbüchern machen, oder auf Leute, die jedes Schweigen wie eine Naturkatastrophe bekämpfen. Inhalt dünn, Lautstärke hoch.
Verwendungsbeispiele
"Ey, ich wollte nur kurz fragen, wie’s läuft, und er hält mir zehn Minuten einen Vortrag. Am Ende kein Ergebnis, nur Gelaber."
"Der Vielschwätzer im Zugabteil hat in einer Stunde sein halbes Leben erzählt, ohne einmal Luft zu holen."
"Frag den Vielschwätzer bloß nicht nach der Uhrzeit, sonst kriegst du gleich die ganze Familiengeschichte dazu."
"Lass den nicht ans Mikro, der Typ ist so ein Vielschwätzer, nach zwei Minuten weiß keiner mehr, worum’s eigentlich ging."
"Im Büro sitzt auch so ein Vielschwätzer, der fragt dich nach dem Wochenende und macht daraus direkt ’nen Podcast."
Etwas zu sagen?
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Woher es kommt
Vielschwätzer ist ein glasklares deutsches Kompositum aus viel und Schwätzer. Schwätzer gibt’s schon lange im Deutschen für Leute, die dauernd reden und dabei oft mehr Luft als Inhalt produzieren. Mit dem vorangestellten viel wird das Ganze einfach hochgedreht. Kein geheimnisvoller Ursprung, eher ein sauber zusammengebautes Alltagswort mit Spott drin.
Andere Arten, es zu sagen
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