Was es bedeutet
Stänkern ist, wenn jemand nicht einfach kritisiert, sondern gezielt rumstichelt und miese Stimmung kippt, bis’s knallt. Da fliegen kleine Giftpfeile, alles wird madig gemacht und am Ende kommt der Unschuldslamm-Blick. Passt zum Wort, klingt nach Gestank und fühlt sich auch so an. Im Büro oder am Stammtisch merkt man’s sofort, alle rollen die Augen.
Verwendungsbeispiele
"In der Kneipe: Kevin stänkert wieder wegen der Musik, dem Schaum aufm Bier und dem Wetter. Dann sagt er: Ich frag ja nur. Klar, und ich bin der Papst."
"Statt mitzuhelfen, stänkert er nur rum und macht allen die Laune kaputt."
"Sie hat den ganzen Abend gestänkert, bis keiner mehr Lust auf die Feier hatte."
"Lass doch einmal gut sein, du stänkerst seit einer Stunde gegen jeden Vorschlag und tust dann so, als wärst du der Friedensengel."
"Im Gruppenchat hat er erst einen blöden Seitenhieb reingeworfen und danach komplett gestänkert, bis alle keinen Bock mehr hatten."
Etwas zu sagen?
Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.
Woher es kommt
Das Verb hängt tatsächlich mit Gestank zusammen. Ursprünglich steckt dahinter die Vorstellung, dass jemand üblen Geruch verbreitet und damit die Luft verdirbt. Daraus wurde übertragen das soziale Vergiften von Stimmung und Runde. Wer stänkert, macht also nicht nur Lärm, sondern zieht bewusst eine miese Duftwolke durchs Miteinander.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
Deine Stimme zählt
Echte Straßensprache oder haben wir es übertrieben? Stimm ab.