Was es bedeutet
Schlendrian sagt man, wenn sich so eine gammelige Nachlässigkeit breitgemacht hat und alles nur noch auf Halbmast läuft. Termine rutschen weg, Sachen bleiben liegen, keiner zieht's richtig durch und am Ende gucken alle betreten in die Zimmerpflanze. Oft hört man's in Büros, Ämtern, Vereinen oder überall da, wo sich bequeme Schluderei gemütlich eingenistet hat.
Verwendungsbeispiele
"Montagmorgen im Büro, der Drucker ist wieder tot, alle trödeln rum und keiner fühlt sich zuständig. Kevin zuckt nur: Schlendrian, ey. Kaffee?"
"Seit der Chef weg ist, herrscht im Büro der pure Schlendrian, keiner hält mehr Fristen und Pausen werden zur Dauerlösung."
"Im Bürgeramt herrscht wieder der alte Schlendrian, Nummer gezogen, eine Stunde gewartet und dann fehlt plötzlich doch noch irgendein Wisch."
"Wenn bei euch jede Mail drei Erinnerungen braucht, ist das nicht Pech, das ist Schlendrian mit Dauerkarte."
"Bei uns in der Hausverwaltung ist wieder kompletter Schlendrian, die Heizung spinnt seit drei Wochen und keiner fühlt sich auch nur ein bisschen zuständig."
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Woher es kommt
Schlendrian ist im Deutschen schon seit dem 17. Jahrhundert belegt. Das Wort hängt etymologisch mit schlendern zusammen, also langsam und ohne Zug unterwegs sein. Daraus wurde dann nicht bloß gemütliches Gehen, sondern eine festgefahrene nachlässige Art zu arbeiten oder Dinge laufen zu lassen. Daher kommt auch die Wendung der alte Schlendrian.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
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