Was es bedeutet
Nassauer ist ein Schnorrer, der bei Essen und Trinken immer vorne dabei ist, aber beim Bezahlen plötzlich unsichtbar wird. Der taucht auf Partys, im Biergarten oder beim Döner-Stop auf, nimmt sich gemütlich was und verspricht groß das nächste Mal. Meistens bleibt’s beim Versprechen. Wird in der Clique gern halb genervt, halb lachend rausgehauen.
Verwendungsbeispiele
"Kevin hängt sich an unsere Runde, zieht zwei Bier und ’ne Portion Pommes rein und sagt beim Zahlen: Portemonnaie vergessen. Nassauer, klar."
"Auf jeder Feier ist er der Nassauer, isst sich durchs Buffet und beim Sammeln fürs Geschenk schaut er angestrengt aufs Handy."
"Sei kein Nassauer und gib endlich mal eine Runde aus, du schnorrst seit Wochen unsere Snacks und Getränke."
"Komm schon, du alter Nassauer, erst drei Würstel wegatmen und dann so tun, als hättest du kein Kleingeld dabei."
"Wenn's Freibier gibt, steht er in der ersten Reihe. Sobald gesammelt wird, macht der Nassauer plötzlich Geisterschicht."
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Woher es kommt
Der Ausdruck hängt sehr wahrscheinlich mit den Nassauern zusammen, also Leuten aus dem Herzogtum Nassau. Im 19. Jahrhundert galt an manchen Universitäten das Bild vom Studenten aus Nassau, der Vergünstigungen genoss und gratis mitlief. Daraus wurde im Deutschen ein Spottwort für jemanden, der gern mitnimmt, aber ungern selbst zahlt.
Andere Arten, es zu sagen
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