Was es bedeutet
Spöttischer Ausdruck für einen Mann, der gefühlt noch an Mamas Rockzipfel hängt und ohne ihren Segen nichts auf die Reihe kriegt. Sie organisiert Wäsche, Termine, Entscheidungen und manchmal gleich noch seine Laune. Kann auch einfach enge Bindung heißen, klingt aber meist wie ein Augenrollen mit Ansage: Junge, löse dich mal und werde erwachsen.
Verwendungsbeispiele
"Im Supermarkt ruft er bei jeder Kleinigkeit an: Mama, welche Paprika? Hinter ihm murmelt einer: Digga, du bist echt ein Muttersöhnchen."
"Mit dreißig wohnt er immer noch bei den Eltern und lässt sich bekochen, ein echtes Muttersöhnchen."
"Sei kein Muttersöhnchen und buch die Reise endlich selbst, statt deine Mutter alles regeln zu lassen."
"Er ist 28 und fährt nicht mit in den Urlaub, bevor seine Mutter gesagt hat, welches Hotel taugt. Komplettes Muttersöhnchen."
"Beim WG-Casting hat er ernsthaft gefragt, ob seine Mutter sonntags zum Putzen kommen darf. Da war das Label Muttersöhnchen sofort im Raum."
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Woher es kommt
Muttersöhnchen ist ein altes, festes deutsches Spottwort aus Mutter und Söhnchen. Genau das Söhnchen macht den kleinen Giftstachel rein, weil es einen erwachsenen Mann sprachlich wieder zum Jungen schrumpft. Gemeint ist meist einer, der emotional oder praktisch noch stark an seiner Mutter hängt und ohne sie kaum klarkommt.
Andere Arten, es zu sagen
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