Stimmen von der Straße
Was es bedeutet
Aufgeben heißt, du ziehst bei einer Sache den Stecker, weil keine Kraft, keine Geduld oder kein Sinn mehr übrig ist. Klingt erstmal nach Niederlage, ist im Alltag aber oft einfach der ehrliche Punkt, an dem man merkt: Heute wird das nix mehr. Passt bei Streitgesprächen, kaputten Möbeln, Games, Matheaufgaben oder jedem Technikding, das dich seit Stunden auslacht.
Verwendungsbeispiele
"I hab’s dreimal probiert und dann einfach aufgegeben."
"Beim Versuch den Schrank von IKEA allein aufzubauen hab ich nach drei Stunden aufgegeben, eine Schraube fehlte, zwei waren zu lang und das Foto von der Anleitung wirkte wie ein Kreuzworträtsel auf Schwedisch."
"Die Diskussion mit dem Onkel über Elektroautos hab ich beim Sonntagskaffee einfach aufgegeben, jedes Argument prallt an seiner Garagenwand ab, und am Ende reicht ihm ein Augenrollen meinerseits zur Bestätigung seiner These."
"Nach zwei Stunden Druckerkrieg hab ich aufgegeben und das PDF einfach vom Handy an den Copyshop geschickt."
"Wir wollten Oma WLAN erklären, aber nach dem fünften Das Internet ist weg hab ich innerlich aufgegeben und nur noch genickt."
Etwas zu sagen?
Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.
Woher es kommt
Aufgeben ist altes Standarddeutsch. Das Verb hatte früher schon Bedeutungen wie etwas abgeben, herausgeben oder preisgeben. Daraus hat sich auch der Sinn von kapitulieren oder nicht weitermachen festgesetzt. Heute ist das im ganzen deutschen Sprachraum ein völlig normales Alltagswort, vom Matheheft bis zum Nervenzusammenbruch am Drucker.
Andere Arten, es zu sagen
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