Was es bedeutet

Meint ein erwachsenes Kind, das immer noch bei den Eltern wohnt und das Nest nicht verlässt. Klingt oft nach Seitenhieb, kann aber auch nur nüchtern beschreiben, wie’s halt läuft. Gerade wenn die Mieten komplett eskalieren, ist das weniger Faulheit als pragmatisch. Je nach Tonfall ist es spöttisch, liebevoll oder einfach ein Fakt.

Verwendungsbeispiele

"Mit 29 noch im Kinderzimmer? Lara zuckt: Bei den Mieten bleib ich halt Nesthocker, sonst zahl ich fürs WG-Loch mehr als für’n Urlaub."
"Mit dreißig ist er immer noch Nesthocker, Mamas Küche schlägt jede eigene Wohnung."
"Nicht jeder Nesthocker bleibt aus Bequemlichkeit, manchmal sind es einfach die Mieten in der Stadt."
"Alle lachen über Jonas als Nesthocker, aber ganz ehrlich: In München frisst dir die Miete direkt die Seele vom Konto."
"Nesthocker hin oder her, bei Ayşe daheim läuft’s halt schlau: Familie, warmes Essen und kein Vermieter aus der Hölle."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Liebevoll Ironisch Witzig

Woher es kommt

Das Wort ist ziemlich wörtlich gebaut: aus Nest und hocken. Gemeint ist also jemand, der noch im elterlichen Nest sitzt, obwohl er längst erwachsen ist. Als Bild gibt’s das im Deutschen schon lange, erst später wurde Nesthocker fest als Bezeichnung für Erwachsene benutzt, oft mit leicht spöttischem Unterton.

Andere Arten, es zu sagen

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