Was es bedeutet

So nennt man liebevoll-spöttisch den Typen, der einem ungefragt jede Kleinigkeit haarklein auseinandersetzt. Der Erklärbär kann nicht anders, er muss dir erklären, wie der Toaster funktioniert, warum der Himmel blau ist und wie man eigentlich richtig Kaffee kocht. Mal nervt es, mal ist es echt praktisch, vor allem wenn das WLAN streikt. Das Wort klingt knuffig und nimmt dem Besserwissen genau die richtige Portion Schärfe.

Verwendungsbeispiele

"Frag bloß nicht nach der Kaffeemaschine, sonst legt der Erklärbär wieder einen Vortrag von zwanzig Minuten hin."
"Beim Wandern erklärt Onkel Heinz dem ganzen Trupp im Erklärbär-Modus, wie Karten funktionieren, obwohl alle ein Handy mit GPS in der Hosentasche stecken haben."
"Im Co-Working ist Lars der Erklärbär für jede neue Software, manchmal hilfreich, oft zu lang, gestern hat er zwanzig Minuten über die Speichern-Taste referiert."
"Lass ihn kurz an den Router, unser Erklärbär hält zwar erst 'nen Monolog, aber danach läuft das Ding meistens wieder."
"Kaum fragt einer, wo man hier parkt, klappt bei Mira schon der Erklärbär auf und du kriegst die komplette Innenstadtlogik serviert."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Liebevoll Ironisch Witzig

Woher es kommt

Bekannt geworden ist Erklärbär vor allem durch die deutsche Wissenssendung mit der Maus. Dort tauchte die Figur des Erklärbären als parodistische Antwort auf übererklärendes Auftreten auf. Von da aus ist das Wort in die Alltagssprache gewandert und wurde zum neckischen Namen für Leute, die ungefragt alles haargenau erklären.

Andere Arten, es zu sagen

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