Was es bedeutet

Heißt so viel wie Trottel, aber mit einem norddeutsch-liebevollen Augenrollen. Ein Dösbaddel ist jemand, der dösig, verpeilt oder herrlich tollpatschig unterwegs ist und dabei trotzdem irgendwie sympathisch bleibt. Klingt schön nach Küste und kommt aus dem Plattdeutschen. Perfekt, wenn du genervt bist, aber niemanden direkt beleidigen willst.

Verwendungsbeispiele

"Digga, der Dösbaddel steht am Jungfernstieg und wartet auf den Bus, obwohl er die U-Bahn braucht. Dann winkt er dem Busfahrer noch fröhlich."
"Mein Bruder, der Dösbaddel, hat die Pizza in den Karton im Backofen geschoben, samt Werbung. Riecht jetzt wie eine Druckerei, schmeckt aber."
"Klar, dass der Dösbaddel den Schlüssel im Schloss vergessen hat, wieder. Nachbar Olaf grinst schon, wenn er ihn auf der Fußmatte sitzen sieht."
"Lass den Dösbaddel mal machen, der sucht seit zehn Minuten seine Brille und hat sie die ganze Zeit auf’m Kopf."
"Unser Azubi, kompletter Dösbaddel heute, stellt den Kaffee an und wundert sich dann, warum ohne Kanne alles in die Maschine suppt."

Woher es kommt

Dösbaddel kommt aus dem Niederdeutschen, also aus dem Platt. Das Wort ist im Norden schon lange als leicht genervter, aber oft noch herzlicher Name für einen Schussel oder Trottel unterwegs. Genau deshalb klingt es nicht richtig böse, sondern eher nach Augenrollen mit Küstenwärme und kleinem Grinsen.

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