Was es bedeutet

Harmloses Schimpfwort für jemanden, der sich grad richtig dusselig oder ungeschickt anstellt. Das ist eher Augenrollen mit Rest-Sympathie als echte Bosheit, oft sogar unter Freunden. Je nach Kontext kann „Dödel“ auch kindlich-derb „Penis“ heißen, also kurz Hirn einschalten, bevor du’s im falschen Moment raushaust. Klingt schon wie ein Stolperer, passt also.

Verwendungsbeispiele

"Ich wollte nur kurz tanken und hab den falschen Rüssel genommen, jetzt riecht alles nach Diesel. Mein Kumpel guckt mich an: Du Dödel, ehrlich."
"Du Dödel, du hast den Schlüssel zur Wohnung schon wieder im Auto liegen lassen."
"Mein Kollege ist ein netter Dödel, er erinnert sich nie an die Namen von Kunden, die er gerade getroffen hat."
"Stell dir vor, der Dödel sucht fünf Minuten seine Brille und hat sie die ganze Zeit auf dem Kopf."
"Ey, du Dödel, das Handy liegt direkt vor dir und du leuchtest schon wieder mit der Taschenlampe danach."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Liebevoll Ironisch Witzig

Woher es kommt

Dödel hängt sehr wahrscheinlich mit niederdeutschen Verben wie dödeln zusammen. Das meinte früher trödeln, ziellos rummachen oder etwas verträumt vor sich hin tun. Daraus wurde dann der Dödel, also der leicht verpeilte, harmlos-doofe Mensch. Die vulgäre Nebenbedeutung für Penis ist später im allgemeinen Sprachgebrauch mitgelaufen.

Andere Arten, es zu sagen

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