Was es bedeutet
Ein Biergarten ist mehr als draußen Bier trinken: Das ist bayerische Lebenskultur mit Kastanien überm Kopf, Maß in der Hand und Brotzeit auf dem Tisch. Klassisch sitzt man entspannt zusammen, oft darf sogar die eigene Brotzeit mit, Hauptsache die Stimmung passt. Ursprünglich sorgten Kastanien über Bierkellern für Schatten, heute liefern sie einfach das perfekte Sommer-Setting.
Verwendungsbeispiele
"Servus, pack die Brezn ein, wir hocken uns unter die Kastanien. A Maß, a Radi und a gscheide Brotzeit, dann is der Feierabend gerettet."
"Sobald die Sonne rauskommt, ist der Biergarten um die Ecke voll, alle mit Maß und einer Brezn in der Hand."
"Wir treffen uns nachher im Biergarten, bring ruhig deine eigene Brotzeit mit, Tische gibt es genug."
"Wenn’s heute so warm bleibt, versumpfen wir nach der Arbeit direkt im Biergarten, erst mal a kühle Halbe und dann schauen wir weiter."
"Im Biergarten hockst dich hin, teilst dir a Brotzeit und auf einmal ist der ganze Abend gemütlich weggeflogen."
Woher es kommt
Der Biergarten kommt wirklich aus Bayern, besonders aus München im 19. Jahrhundert. Brauer lagerten ihr Bier in tiefen Kellern und pflanzten oben Kastanien, damit der Boden kühl blieb. Weil dort dann auch direkt ausgeschenkt wurde, wurde aus dem Platz über dem Lagerkeller nach und nach der Biergarten.