Was es bedeutet
Sammelbegriff für alles, was dünn geschnitten aufs Brot wandert: Salami, Kochschinken, Käse, manchmal auch die streichfähige Fraktion wie Leberwurst. Wenn jemand sagt, der Kühlschrank ist leer, heißt das oft nur: kein Aufschnitt mehr. Am Frühstückstisch, beim Abendbrot oder am Hotelbuffet ist das der Rettungsanker, der jedes Brötchen plötzlich nach Leben schmecken lässt.
Verwendungsbeispiele
"Ich mach Abendbrot, Kühlschrank auf, nix außer Gurke. Ich ruf rüber: Ey, wo ist der Aufschnitt? Er: Weggeatmet. Ich: Dann gibt’s halt trockenes Brot."
"Noch Brot da, Butter auch, aber kein Aufschnitt mehr. Das ist kein Frühstück, das ist blanke Küchenenttäuschung."
"Im Hotel alle geschniegelt zum Buffet und ich direkt erst mal den Aufschnitt geplündert. Ohne Käse und Salami wird das Brötchen ja seelisch nicht wach."
Woher es kommt
Aufschnitt ist ganz wörtlich das, was aufgeschnitten wurde. Das Wort kommt vom Verb aufschneiden und ist im Deutschen schon lange der Sammelbegriff für dünn geschnittene Wurst, Schinken oder Käse fürs Brot. Also kein wildes Szenewort, sondern ehrliche Kühlschranksprache mit Frühstücksautorität.
Dieser Ausdruck erscheint auch in