Was es bedeutet
Wuppen heißt, dass man was auf die Reihe kriegt, auch wenn es erst mal nach viel aussieht. Das Wort hat so einen norddeutschen Zug von ruhiger Ansage drin: kein Theater, wir packen das schon. Du sagst das, wenn man anpackt, organisiert und die Sache am Ende sauber durchzieht.
Verwendungsbeispiele
"Der Umzug am Samstag mit nur drei Leuten? Klar wuppen wir das, und danach gibts Pizza für alle."
"Drei Geburtstagsfeiern an einem Samstag im Sommer in Hamburg, wir wuppen das mit dem Lastenrad und einer guten Tagesplanung, fünf Geschenke gekauft, vier Tassen Kaffee getrunken und alle Gäste pünktlich umarmt."
"Der Bühnenaufbau für das Festival auf dem Spielbudenplatz war eine logistische Mammutaufgabe, aber das Team hat es ohne Drama gewuppt, drei LKW geladen, alle Kabel gezogen und der Soundcheck lief eine Minute vor Beginn der ersten Band."
"Mach dir keinen Kopf wegen der Kisten, wir wuppen das nach Feierabend locker zusammen."
"Die Präsentation ist noch halb roh, aber komm, wir wuppen das heute noch und dann ist Ruhe im Karton."
Woher es kommt
Norddeutsche Umgangssprache, vermutlich vom englischen Wupp oder einer alten plattdeutschen Wurzel, die das Schnelle und Lockere meint. Hamburger Hafen-Arbeiter und Bremer Hanseaten brauchten ein Wort für das schnelle Erledigen einer großen Aufgabe ohne große Worte, und genau das liefert wuppen seit Generationen am Elbufer und an der Außenalster.
Dieser Ausdruck erscheint auch in